Sommerakademie

Als Belohnung für seine hervorragenden Leistungen bei der Mathematikolympiade wurde Tim Heinze, Klasse 6a, zur Mathematischen Sommerakademie NRW eingeladen.

Hier sein Bericht:

Freitag

Anreise war von 15.00 bis 16.30 Uhr. In meinem Zimmer waren noch 3 andere Jungen. Sie hießen Carl, Clemens und Simon und gingen auch alle in die 5. Klasse. Ich habe das obere Bett am Fenster bekommen, was ich selber beziehen musste.

Zu Beginn der Sommerakademie hielt Herr Wambach, der Chef, eine Rede. Sie handelte von den Terminen und den wichtigsten 2 Regeln für unseren Aufenthalt. Diese lauteten:

  • Alle haben sehr viele Freiheiten. Deswegen muss, wenn die Dozenten dann mal was sagen, das auch ohne Diskussionen ausgeführt werden.
  • Wenn es Streitigkeiten gibt, müssen die Dozenten informiert werden.

Der Tagesablauf war eigentlich immer gleich:

  • 1. Das Frühstück (8.00 – 8.30 Uhr)
  • 2. Der Unterricht (8.45 – 10.15 + 10.25 – 11.50 Uhr)
  • 3. Das Mittagessen (12.00 -12.30 Uhr
  • 4. Das Nachmittagsprogramm (12.45 – 17.45 Uhr)
  • 5. Das Abendessen (18.00 -18.30 Uhr)
  • 6. Freies Spielen (18.30 – 22.30 Uhr) für die 5. und 6. Klassen
  • 7. Nachtruhe ab 22.30 Uhr

Uns wurde noch mitgeteilt, in welche Mathe-Klasse wir eingeteilt waren. Ich war bei 5b und der Unterricht sollte in Raum Banach (einem bekannten Mathematiker) stattfinden. Danach gingen wir zunächst zum Unterricht, wo wir etwas über ein Spiel lernten, das „Nim-Spiel“ heißt und dann war es Zeit zum Abendessen.

Samstag

Nach dem Frühstück gingen wir  in unseren Klassenraum. Wir bekamen Logikaufgaben und lernten das Schubfachprinzip. Nachmittags habe ich aus Lego-Mindstorms einen Roboter gebaut und ihn anschließend programmiert. Er konnte Hindernisse umfahren und Tischkanten erkennen.

Sonntag

Vormittags war Unterricht und wir bekamen Mathe-Olympiade-Aufgaben. Nachmittags habe ich auf einer Platine einen elektronischen Würfel gelötet. Abends haben wir ein Lagerfeuer gemacht.

Montag

Im Unterricht haben wir Baumdiagramme und Fakultäten durchgenommen. Nachmittags haben wir Fußball in der Fußballhalle gespielt und waren im Freien. Wir durften abends das Fußballspiel Deutschland gegen Algerien bis zum Schluss gucken.

Dienstag

Im Unterricht haben wir Restklassen berechnet und Algorithmen erstellt. Wir haben nachmittags einen Ausflug in den Wald gemacht. Beim Abendessen hat mir Herr Wambach ein Päckchen von zu Hause gegeben. Es war voller Süßigkeiten und enthielt ein Buch. Das habe ich nachmittags gelesen. Abends haben wir gegrillt.

Mittwoch

Am Mittwoch haben wir berechnet, wer in welchem Haus wohnt und Muster berechnet. Nachmittags sind wir mit allen 120 Teilnehmern und den 40 Dozenten ins „GochNess“ gefahren. In diesem Hallenbad konnten wir an einer Kletterwand über dem Wasser klettern. Wenn man runter fiel, ist man ins Wasser gefallen. Außen gab es ein Außenbecken und eine Riesenrutsche. Zum Schwimmbad gehörte auch ein Badesee. Dieser war ziemlich kalt, aber wir sind trotzdem bis zu einer blauen, schwimmenden Insel geschwommen und von dort aus ins Wasser gesprungen.Nach dem Schwimmbadbesuch war unser bunter Abend. Viele Teilnehmer haben Shows vorbereitet. Es wurden Tänze vorgeführt, selbst gedrehte Videos gezeigt, alles stand unter dem Thema „Entführung“. Besonders gefallen hat mir ein Film von Herrn Wambach, in dem gezeigt wurde, wie das Maskottchen der Mathe-Akademie entführt wurde.

Donnerstag

Am Donnerstag mussten wir besonders früh aufstehen und vor dem Frühstück unsere Sachen packen und unsere Zimmer fertig machen. Ab 9 Uhr war wieder Mathe-Unterricht. Wir haben Mikadostapel berechnet. Nach dem Mittagessen wurden wir abgeholt. Viele der älteren Teilnehmer sind vom Bus zum Bahnhof gebracht worden und dann alleine mit der Bahn nach Hause gefahren.

Meine Eindrücke

Der Unterricht war zwar nicht so lang wie in der Schule, aber weil die Aufgaben so schwer waren, recht anstrengend. Trotzdem hat es Spaß gemacht, die zum Teil sehr schwierigen Aufgaben zu lösen. Die Aufgaben waren ganz anders als die, die wir sonst in der Schule machen. Besonders gefallen hat mir ein Rechenspiel, dass „Nim-Spiel“. Man nahm beliebig viele Stifte von einem von zwei Stapeln. Um zu berechnen wie man gewinnt, musste man als erstes die drei möglichen Fälle durchgehen. Nach dem Zug des Gegners müssen noch unter 7 Stifte überbleiben. Dazu überlege ich, wie viele Stifte ich pro Runde höchstens nehmen darf. Die Formel lautet: Letzter Zug K +1. Man kann mehrere Varianten berechnen.

Ich habe interessante Aufgaben gestellt bekommen, die, wie unser Akademie-Leiter sagt, 95 Prozent der Deutschen nicht lösen können und mich mit meinen Zimmergenossen angefreundet. Wir möchten uns gerne noch mal treffen, wohnen aber sehr weit auseinander. Deshalb hoffen wir, uns bei der Mathe-Winterakademie wieder zu sehen.

 Tim Heinze, 6 a

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