Soziales Lernen

Sozialcurriculum

Soziales Lernen an der August-Dicke-Schule

Mit zunehmender Länge der Schultage wird auch unsere Schule mehr und mehr zum Lebensraum, in dem es verstärkt gilt, die sozialen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern. Ziel ist es, unser gutes Schulklima zu erhalten und weiter zu entwickeln.

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„Soziales Lernen“ an der August-Dicke-Schule

Mit zunehmender Länge der Schultage wird auch unsere Schule mehr und mehr zum Lebensraum, in dem es verstärkt gilt, die sozialen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern. Ziel ist es, unser gutes Schulklima zu erhalten und weiter zu entwickeln. Ausgehend von dieser Notwendigkeit wurde ein nachhaltiges Konzept des Sozialen Lernens auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 entwickelt und seit dem Jahr 2007 erfolgreich umgesetzt.

Klassen 5 und 6:

In der Jahrgangsstufe 5 besteht das Programm aus vier großen Bausteinen zu den Themen „Teambildung“, „Gefühle“, „Kommunikation“ und „Konfliktbewältigung“. Diese Module bestehen aus einzelnen Sequenzen, die – je nach Bedarf – auf die individuellen Bedürfnisse der Klassen zugeschnitten und ausgewählt werden.

Organisatorisch findet die Umsetzung der Stunden des Sozialen Lernens in einem dreiwöchigen Rhythmus jeweils in einer Doppelstunde statt. Die Arbeit wird hierbei von einem Mitglied der Gruppe und dem jeweiligen Klassenlehrer geleistet; so wird eine nachhaltige und effektive Verhaltensänderung bei den Schülerinnen und Schülern initiiert.

Im Sinne eines Spiralcurriculums findet eine Fortsetzung des „Sozialen Lernens“ in den 6. Klassen zu o.a. Themenblöcken statt.

Klassen 7 und 8:

Ausgehend von spezifische Problematiken dieser Entwicklungsphase wird in diesen beiden Jahrgangsstufen pro Halbjahr jeweils ein Themenblock von den Schülerinnen und Schülern eingehend erarbeitet.

In Jahrgangsstufe 7 stehen „Respektvoller Umgang miteinander“ und „Cybermobbing“ im Fokus. Die Themenkomplexe „Gewaltprävention“ (Deeskalation- und Selbstbehauptungstraining) und „Suchtprävention“ (klassische Drogen, Computerspielsucht und Essstörungen) folgen in Jahrgangsstufe 8.

Ergebnispädagogische Klassenfahrt der 8. Klassen:

Die Herausforderungen dieser Fahrt dienen hierbei keinem sportlichen Selbstzweck, sie sind vielmehr Methode des Klassen und Team bildenden Gesamtkonzeptes.

Durchgeführt wird das Programm von ausgebildeten Teamern (z.B. „Natur bewegt“). Nach einer vertrauensbildenden Einstimmung setzen sie sowohl persönlichkeitsbildende als auch gruppendynamische Prozesse in Gang. In anschließenden Reflexionen werden diese stets mit der Klasse thematisiert und vertieft; so werden die erworbenen Kompetenzen (z.B. Vertrauen, Kooperation, Kommunikation) trainiert.

Unterstützung des Sozialen Lernens in allen Jahrgangsstufen unserer Schule:

Streitschlichtung an der August-Dicke-Schule

Die Streitschlichtung findet in der ADS nach dem Bensberger Modell statt und besteht seit 2003.

Sie wird getragen von drei Ausbildungslehrern, die im Wechsel jedes Jahr neue Streitschlichter aus der Schülerschaft ausbilden und das bestehende Team betreuen. Ausgebildet werden jeweils Schülerinnen und Schüler der 10.Jahrgangsstufe, die im darauf folgenden Schuljahr das Team ergänzen.

Als Mediatoren helfen sie den Schülerinnen und Schülern, ihre Probleme zu thematisieren und einen eigenständigen Lösungsweg zu suchen. Ziel ist es hierbei nicht, einen Täter-Opfer-Ausgleich herbeizuführen; vielmehr sollen die Konfliktparteien Empathie entwickeln, sich in den anderen hinein versetzen und eigenes Verhalten kritisch reflektieren. Dies befähigt sie, selbständig einen Weg in ein konfliktfreies Miteinander einzuschlagen.

Man findet das Streitschlichter-Team in jeder großen Pause im individuell gestalteten Streitschlichtungs-Raum.

No-Blame-Approach an der August-Dicke-Schule

Der No-Blame-Approach (wörtlich „Ohne Schuld Ansatz“) ist ein Interventionsprogramm gegen Mobbing. Die Idee auch dieses Ansatzes ist es, dass Mobbing nicht bestraft und dass auf Schuldzuweisungen von Täter oder Opfer verzichtet wird.

Im Allgemeinen findet der No-Blame-Approach in drei Schritten statt:

  1. Vertrauen bildendes Gespräch mit dem Mobbing-Betroffenen.
  2. Bildung einer Unterstützungsgruppe, die sich einerseits aus Tätern bzw. Täterinnen und andererseits aus sozial kompetenten Mitschülerinnen und Mitschülern zusammen. Ziel hierbei ist, dem Opfer zu helfen.
  3. Nachgespräche mit den einzelnen Betroffenen.